Unser Konzept

 

 

Ev. Jugendclub “Die Eiche”

 

 

Einleitung

 
Der Ev. Jugendclub “Die Eiche” befindet sich auf dem Gelände der Kirchengemeinde Neu-Westend in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Stadtteil Neu-Westend. Angeboten wird vorrangig offene Jugendarbeit, d. h. es steht ein offener Treff für alle Jugendlichen im Alter von ca. 14 bis 21 Jahren zur Verfügung, innerhalb dessen die Räumlichkeiten nach Bedarf genutzt werden können. Offene Jugendarbeit hat in der Gemeinde Neu-Westend eine lange und stabile Tradition. Die Kirchengemeinde stellt dafür die untere Etage des Gemeindehauses (ca. 200qm aufgeteilt in zwei große und vier kleine Räume, Küche, WC unter Mitnutzung des Gartenbereichs) sowie Sachmittel zur Verfügung.
Zu den Angeboten der Einrichtung gehören weiterhin folgende Projekte, sowie regelmäßige Reisen und Veranstaltungen:
 
Projekte:
 
Bandarbeit mit dazugehörigem Proberaum
Kreatives Gestalten
Filmprojekte
Präventionsangebote im Bereich der Gewalt - und Drogenprävention
Jugendberatung
Hausaufgabenhilfe
Filmabende
verschiedene spielerische Angebote (Billard, Kicker, Tischtennis, Basketball)
Computerraum
"Jugendwohnzimmer"
Netzwerkarbeit im Kirchenkreis und im Bezirk
Konfirmandenarbeit
Kooperation und Austausch mit dem Flüchtlingsheim in der Soorstraße
 
Reisen:
 
Gedenkfahrt nach Morawa/Polen
Landesjugendcamp der EKBO
Jugendleiterseminar im Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf
Zeltlager in Bornholm/Dänemark
Konfirmandenfreizeit
 
Veranstaltungen:
 
27. Januar - Holocaust Gedenktag auf dem Theodor-Heuss-Platz in Kooperation mit dem Jugendamt der Region 3 uvm.
Monatliche inklusive Tanzveranstaltung Traumdisco-Berlin e.V.
Eicheparty für SchülerInnen der 7.-10. Klasse
Aktionstag "Fit ohne Sprit" in Kooperation mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
Youth Day
 
 

Situationsanalyse

 
Der Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf befindet sich im Westen Berlins und ist mit einer Fläche von ca. 65 km² der sechstgrößte der zwölf Berliner Bezirke. In Charlottenburg-Wilmersdorf leben ca. 315.000 Menschen; das Durchschnittsalter in Charlottenburg-Wilmersdorf ist mit 44,6 Jahren das höchste aller Bezirke (Berlin gesamt: 41,7 Jahre), von 1000 Bewohnern sind ca. 180 über 65 Jahre alt.
Auffällig ist auch die überdurchschnittlich hohe Zahl der geschiedenen Bewohner mit 10,2 %, die hier ebenfalls Berlinweit am höchsten ist.
Mit einem Ausländeranteil von 16,8 % ist Charlottenburg-Wilmersdorf der vierte von fünf Bezirken, in dem mehr als 10 % ausländische Bewohner leben.
Im Bildungsbereich nimmt der Bezirk eine Spitzenposition ein: 32,2 % der Schulabgänger erreichen hier die allgemeine oder Fachhochschulreife, was die mit Abstand höchste Quote im gesamten Stadtbereich darstellt. Ebenso leben in Charlottenburg-Wilmersdorf die meisten Menschen mit einem Hochschulabschluss (15 % der Bevölkerung). Demgegenüber steht ca. ein fünftel BürgerInnen ohne jegliche Berufsausbildung, was im Vergleich zu anderen Bezirken eine Zahl im Mittelfeld darstellt. Die Anzahl der Erwerbstätigen in Charlottenburg-Wilmersdorf liegt mit 42,5 % im oberen Bereich, ca. 7 % der Bevölkerung leben von Sozialhilfe, womit der Bezirk Berlinweit wiederum im Mittelfeld angesiedelt ist.
 
Trotz der vorgenannten positiven Zahlen treten in Charlottenburg-Wilmersdorf die gleichen sozialen Schwierigkeiten wie in so genannten Problembezirken auf, wenn auch in geringerem Maße.
 
Einen sozial schwierigen Bereich stellt die Region Charlottenburg-Nord dar, besonders in der Gegend um den Jakob-Kaiser-Platz. Dieses dicht besiedelte Neubaugebiet ist gekennzeichnet durch sozial schwache Familien, einen großen Anteil von Bewohnern mit Migrationshintergrund, viele Haushalte allein erziehender Elternteile sowie eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die Straftaten in diesem Bereich sind großteils Gewalt- und Drogendelikte.
In der Mitte Charlottenburgs, in der Region um den Karl-August-Platz, findet sich allmählich eine ähnliche Problematik wie im Norden des Stadtteils. Diese Wohngegend ist von Altbauten dominiert und strahlt durch viele kleine Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe eine eher gemütliche Kiez - Atmosphäre aus. Allerdings sind auch hier in besonders hoher Zahl eher sozial schwache Familien, großteils ausländischer Herkunft angesiedelt. Auch finden sich zwei der drei ehemaligen Hauptschulen des Bezirks in diesem Bereich.
 
Die westlich und südwestlich in Charlottenburg gelegenen Regionen Westend, Eichkamp (Region 3 des Bezirks) und Halensee sind als überwiegend ungefährdete Sozialräume zu betrachten. Die Kinder und Jugendlichen hier stammen großteils aus besser situierten und so genannten Normalfamilien, die Einfamilien- oder Reihenhäuser, Neubausiedlungen aus dem Wiederaufbauprogramm der 50/60er Jahre und relativ wenig Altbaubestand bewohnen. Der Anteil der Grün- und Wasserflächen in und um die Wohngegenden ist hier hoch. Allerdings ist auch hier in den letzten Jahren ein Anstieg sozialer Schwierigkeiten und krimineller Delikte, besonders in den Bereichen der U-Bahnhöfe Theodor-Heuss-Platz und Neu-Westend zu beobachten. Der aktuelle Sozialatlas weist in der Gegend der Reichsstraße erstmals eine Verschlechterung der Lebenssituation nach.
Insgesamt ist die soziale Situation in Berlin-Charlottenburg als schwierig zu bewerten, da die Zahl der sozial schwachen Familien steigt und ein großes Gefälle zwischen den einzelnen Stadtteil-Regionen besteht.
 
Die Bereiche des Bezirks, die von sozial schwachen Familien mit niedrigen Einkommen gekennzeichnet sind, bringen typischerweise eine von Erwachsenen auf Kinder und Jugendliche übertragene Perspektivlosigkeit mit sich. Hieraus resultiert oftmals Resignation, die sich in vielen Fällen in Schulverweigerung, Delinquenz und/oder Drogenmissbrauch äußert.
 
Die in Charlottenburg angesiedelten staatlichen und Jugendfreizeiteinrichtungen in freier Trägerschaft bemühen sich, als Ansprechpartner vor Ort, dieser Tendenz entgegenzuwirken.
“Die Eiche” ist, bedingt durch das Fehlen von Angeboten seitens öffentlicher Träger, mittlerweile neben dem Café Lietze die einzige Jugendeinrichtung in der gesamten Region 3 und somit ein wichtiger Standort für öffentliche Jugendarbeit. Der Jugendclub bildet daher nicht nur für Jugendliche aus der unmittelbaren Umgebung eine Anlaufstelle, sonder wird auch von jungen Menschen mit weiterem Anfahrtsweg besucht. Die Besucherzahlen schwanken, bewegen sich jedoch stetig zwischen 10 und 30 Personen täglich; bei den Jugendparties nehmen zwischen 100 und 200 Besuchern regelmäßig teil.
 
 

Allgemeine Ziele und Zielgruppen

 
Neben dem zur Verfügung stellen verschiedener Freizeitmöglichkeiten, soll das Angebot des Jugendclubs der Förderung und der Integration von Menschen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen dienen. Eine wichtige Grundlage hierbei ist die Förderung von sozialen Kompetenzen. Als Einrichtung der evangelischen Jugend ist es unser Ziel einen gleichberechtigten Umgang der Jugendlichen untereinander, Partizipation und aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und die Auseinandersetzung mit christlichen Werten im alltäglichen Handeln zu fördern. Weiterhin stellt „Die Eiche“ einen geschützten Raum dar, in dem die Belange der Jugendlichen im Vordergrund stehen. Die Herstellung einer familiären und gleichberechtigten Atmosphäre mit entspanntem Arbeitsklima zum Vorteil der Besucher gehört ebenso zur allgemeinen Zielsetzung.
Die gesetzlichen Handlungsgrundlagen für die Jugendarbeit bilden das SGB VIII, das KJHG sowie die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz.
Um den Jugendlichen eine möglichst breite Perspektive der Partizipation anbieten zu können, kooperieren wir an vielen Stellen mit verschiedenen kirchlichen, staatlichen und Einrichtungen in freier Trägerschaft.
Die Jugendarbeit ist einerseits für Jugendliche der beiden westlichen Charlottenburger Kirchengemeinden (der Friedensgemeinde mit Wohngebieten Eichkamp, Ruhleben, Heerstraße bis zum Rupenhorn und der ehemaligen Gemeinde Grünes Dreieck an der Glockenturmstraße und der Kirchengemeinde Neu-Westend) gedacht, darunter besonders auch für Jugendliche der auf den Gemeindegebieten liegenden sechs Oberschulen. Andererseits steht das Angebot auch allen anderen Jugendlichen – unabhängig von ihrem Wohnort - zur Verfügung, die den Weg in die Einrichtung finden.
Vorrangig spricht unser Angebot die Altersgruppe der 14- bis 21jährigen an, wobei vermehrt auch jüngere Mädchen und Jungen (10- 12jährige), die keine Hortbetreuung mehr in Anspruch nehmen können/wollen, den Jugendclub besuchen.
Um den sich ständig verändernden Bedarfen gerecht zu werden, sind unsere Angebote flexibel gehalten und werden im jeweiligen Zusammenhang, sowohl in Rücksprache mit den Besuchern unserer Einrichtung, als auch im Team immer wieder neu diskutiert.
 
 

Rahmenbedingungen

 
Der Jugendclub befindet sich im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Neu-Westend. Hierfür wird das gesamte Erdgeschoss mit einer Fläche von ca. 200 m², aufgeteilt in einen Eingangs- / Cafebereich, eine voll eingerichtete Küche mit großem Esstisch, einen großen Mehrzwecksaal, einen Computerraum mit 6 PCs, ein Büro, einen Projektraum und einen Bandraum sowie sanitäre Anlagen, zur Verfügung gestellt.
 
“Die Eiche” hat mit drei hauptamtlichen Mitarbeitern (einem Jugendpfarrer, einer Erzieherin und einem Sozialpädagogen) eine minimal ausreichende personelle Ausstattung, da die Stellen der Erzieherin und des Sozialpädagogen nur je 50% betragen. Auch deshalb ist die ständige Mitarbeit vieler jugendlicher Stammbesucher, die ein festes Team bilden und ehrenamtlich tätig sind, wichtig für die Arbeit unserer Einrichtung. Gern arbeitet der Jugendclub auch mit PraktikantInnen ( aus der 1. Staatl. Erzieherschule Bismarckstraße, der evangelischen Fachhochschule, der katholischen Fachhochschule, dem Oberlinseminar, der Anna-Freud-Schule aber auch Oberschülern während eines Schulpraktikums) zusammen, sofern sie sich um einen Praktikumsplatz im Bereich der offenen Jugendarbeit bewerben.
 
Die Finanzierung der Einrichtung setzt sich aus verschiedenen Bereichen und Mitteln zusammen: Die Kosten für die Räumlichkeiten trägt die Gemeinde, die Personalkosten werden vom Kirchenkreis gestellt. Die benötigten Sachmittel werden teilweise gespendet oder nach Antrag auf Finanzmittel bei verschiedenen Stellen (Berliner Senat, Amt für kirchliche Dienste Berlin Fua-Mittel des Bezirks etc.) bewillig. Allerdings ist die Einrichtung immer auf Spenden jeglicher Art angewiesen, ohne die ein Fortbestehen in dieser Form kaum möglich wäre.
 
 

Inhaltliches Profil und Arbeitsschwerpunkte

 
Der Jugendclub hat außerhalb der Ferienzeiten regelmäßig dienstags bis donnerstags in der Zeit von 15 bis 20 Uhr geöffnet. In dieser Zeit stehen die Räumlichkeiten als offener Treff zur Verfügung, innerhalb dessen
 
  • der Computerraum,

  • der Kickertisch,

  • der Billardtisch,

  • die Sofaecke,

  • Gesellschaftsspiele,

  • Bastel- und Malutensilien,

  • die Tischtennisplatten und der Basketballkorb

 
zur freien Nutzung stehen. Jeden Dienstag wird gemeinsam eingekauft und für alle, die etwas Warmes Essen möchten, gekocht. Die Mahlzeiten werden gemeinsam in der großen Küche am Esstisch eingenommen.
 
Die Jugendlichen können weiterhin im Gemeinschaftssaal eine Musikanlage, an die sie ihre eigenen Datenträger anschließen, nutzen. Es steht auch ein Musik-PC zur Verfügung, an dem mit dem Programm “Q-Base” eigene Musikstücke erstellt werden können.
 
Außerdem befindet sich in den Räumlichkeiten ein voll ausgestatteter Bandraum, der an jedem Wochentag rund um die Uhr von jungen Musikern genutzt werden kann. Diese Möglichkeit wird traditionell von vielen Bands in Anspruch genommen und in regelmäßigen Abständen finden Konzerte der Gruppen im Jugendclub statt. Die Bandarbeit wird als ein niedrigschwelliges Angebot für Anfänger verstanden, regelmäßige Förderung und Beratung, gegebenenfalls Vermittlung von Instrumentalunterricht sowie ein hoher Verschleiß an Equipment gehen damit einher. Instrumente und Verstärker hierfür wurden uns unter anderem vom Jugendamt zur Verfügung gestellt.
 
Weiterhin gibt es einen Projektraum, der nach Bedarf als “Jugendwohnzimmer ” genutzt und nach den Wünschen der Jugendlichen gestaltet wird, wie zum Beispiel von den ehrenamtlich Tätigen.
 
In den Monaten Oktober bis März findet an jedem letzten Freitag im Monat in der Zeit von 19 bis 23 Uhr die “Eiche-Party” für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren statt, die zurzeit von bis zu 200 Jugendlichen besucht wird. Die hierzu notwendige Technik wie Licht- und Musikanlage sind ebenfalls vor Ort vorhanden.
 
Zum weiteren Angebot zählen regelmäßig in den Ferienzeiten durchgeführte Gruppenreisen wie zum Beispiel die Teilnahme am Landesjugendcamp der EJBO, die alljährliche Fahrt ins Zeltlager auf Bornholm / Dänemark oder die Gedenkstättenfahrten nach Morawa / Polen.
In den Sommerferien gibt es außerhalb der Reisezeit veränderte Öffnungszeiten des Jugendclubs, innerhalb derer ein Frühstück oder andere Ferienangebote stattfinden.
 
Im Bereich der Gemeindearbeit beteiligt sich der Jugendclub unter anderem an der Konfirmandenarbeit. Hierzu zählen die Begleitung des Konfirmandenunterrichts, das Bekanntmachen mit der Einrichtung, die Durchführung von Kreativ- und Kochprojekten sowie die Organisation und Betreuung der einwöchigen Konfirmandenfahrt, Konfirmanden- und Konfirmiertenparties, die Unterstützung von Teamern bei der Umsetzung von Konfirmandengottesdiensten und die Vorbereitung auf Konfirmandentaufen zur Osternacht und Konfirmation. Um die ehrenamtlichen in ihren Fähigkeiten zu fördern, bieten wir gemeinsam mit der Evangelischen Friedensgemeinde eine Teamerschulung, sowie auf kreiskirchlicher Ebene eine Jugendleiterausbildung an.
 
"Die Eiche" beteiligt sich außerdem an vielen Gemeinde- und Kirchenkreisveranstaltungen wie z. B. Sommer- und Erntedankfeste, Kinderbibelwoche, sowie an Kooperationsprojekt, wie der Organisation von Zeitzeugengesprächen, Themenabenden und Workshops  in Kooperation mit Schulen, Veranstaltungen an Gedenktagen (27.01., 09.11. etc.) in Kooperation mit dem Jugendamt, sowie der Veranstaltung "Fit ohne Sprit" in Kooperation mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf.
 
Insgesamt stehen die Mitarbeiter jederzeit für Beratung, Information und Hilfestellungen zur Verfügung. Dabei ist es wichtig einen geschützten Raum und Ansprechpartnern zur Verfügung zu stellen, die den Jugendlichen außerhalb familiärer, persönlicher, schulischer oder anderer Strukturen Anlaufpunkt sein und Freiräume bieten können. Beim Auftreten von Problemen, Sorgen und Nöten unter den Jugendlichen arbeitet "Die Eiche", stets in Absprache mit den betreffenden Jugendlichen, in eng mit den Familien und dem Jugendamt zusammen.
 
 

Kooperationen, Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit

 
Der Jugendclub ist innerhalb der Region mit verschiedenen Einrichtungen vernetzt und in unterschiedlicher Intensität in Kooperation.
Alle umliegenden Grund- und Oberschulen sind mit der Einrichtung bekannt und im ständigen Informationsaustausch.
Mit den Kirchengemeinden der Umgebung ( St. Georges (angl.), Heilig Geist (kath.) der ev Friedensgemeinde und der ev. Epiphaniengemeinde) besteht eine rege Zusammenarbeit insbesondere innerhalb der Konfirmanden- und Bandarbeit.
Die MitarbeiterInnen treffen sich weiterhin regelmäßig innerhalb einer Regional-AG mit MitarbeiterInnen des Jugendamtes, SchulleiterInnen, SchulsozialarbeiterInnen, Präventionsbeauftragten der Polizei, Mitgliedern von Nachbarschaftsvereinen und MitarbeiterInnen von Familien- und Drogenberatungsstellen zum Austausch und zur Planung gemeinsamer Aktivitäten und Projekte.
Einmal im Monat findet eine Hauptamtlichen-Konferenz statt, bei der alle hauptamtlichen MitarbeiterInnen des Kinder- und Jugendbereichs im Kirchenkreis Charlottenburg - Wilmersdorf zusammenkommen.
Wichtig ist uns im Rahmen der KDV-Beratung die Förderung von ASF geworden, da in den vergangenen Jahren immer wieder Jugendliche der Region im Rahmen eines Freiwilligenjahres von dieser Arbeit profitieren konnten. Die Verabschiedung von Freiwilligen findet bei uns im Rahmen eines Jugendgottesdienstes im September statt.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit steht zunächst eine von Jugendlichen laufend aktualisierte Internetseite (www.dieeiche.de) zur Verfügung. Veranstaltungen und Projekte werden dort beworben und anhand von Informationsschreiben und Flyern an die umliegenden Schulen gegeben. Auf öffentlichen Veranstaltungen wie Straßenfesten und dem alljährlichen Landesjugendcamp ist die Einrichtung regelmäßig mit eigenen Ständen und Aktivitäten vertreten.
Weiterhin sind Jugendliche der Einrichtung in verschiedenen Gremien bis hin zur Landesebene tätig, so im Kreisjugendkonvent, im Finanzbeirat, im Jugendrat und der Jugendkammer. Die Schulung der Jugendlichen im Rahmen der JuLeiCa ist uns sehr wichtig, da hier Jugendliche entscheidende Kompetenzen für den Umgang mit Gruppen, die Rechtsgrundlagen der Jugendarbeit und das eigene soziale Handeln erwerben können. Für die bei uns ehrenamtlich tätigen Jugendlichen und somit auch für die Arbeit unserer Einrichtung ist diese Ausbildung eine große Bereicherung.
 
 

Qualitätssicherung

 
Ein großer Teil der Qualitätssicherung besteht im ständigen Austausch im Team, mit den Jugendlichen und mit allen Netzwerk- und Kooperationspartnern. Informationen über Neuerungen, Veränderungen sowie positive / negative Erfahrungen stehen jederzeit zur Diskussion. Ergebnisse werden nach innen und außen transparent gemacht.
 
Die MitarbeiterInnen nehmen regelmäßig an thematischen Fort- und Weiterbildungen teil. Auch für die ArbeitnehmerInnen relevante Zertifizierungen wie z. B. zum Allgemeinen Gleichstellungsgesetz werden wahrgenommen.
 
In den wöchentlichen Dienstbesprechungen wird die aktuelle Situation im Jugendclub laufend reflektiert. Mit einem hohen Maß an Aufmerksamkeit werden z. B. Veränderungen in der Besucherstruktur oder auch Veränderungen in der Stimmung / Atmosphäre in der offenen Arbeit beobachtet und besprochen; eine ggf. nötige schnelle Reaktion bzw. Intervention ist somit gewährleistet.
 
Die MitarbeiterInnen legen großen Wert auf den Erhalt einer angenehmen, konstanten Arbeitsatmosphäre, die für eine erfolgreiche offene Jugendarbeit unerlässlich ist. Im Zuge dessen finden zwischen den MitarbeiterInnen ständig Reflexiongespräche statt, um eine ständige Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten zu erreichen.
 
 

Ausblick

 
Die ev. Kirche ist mit dem Jugendclub “Die Eiche” und dem Café Lietze  zurzeit der einzige Träger der offenen Jugendarbeit in der gesamten Region III. Wie für diesen Arbeitsbereich typisch schwanken die Besucherzahlen in der Eiche, steigen jedoch insgesamt stetig an. Im Einzugsbereich der Einrichtung leben zunehmend sozial schwache Familien und die Fälle Jugendlicher, die gravierende familiäre oder schulische Schwierigkeiten haben, häufen sich. Hieraus ergibt sich ein vermehrter Bedarf an pädagogischer und sozialer Betreuung.
Problematisch stellt sich regelmäßig die finanzielle Ausstattung der Einrichtung dar. Ohne Spenden/ Sponsoring von außen, wären das Fortbestehen und die ständige Anpassung an den Bedarf der Jugendlichen gefährdet.